Die Zeit Redakteurin Mariam Lau wagt einen Streifzug durch die deutsche feministische Literatur- und Bloggerszene und kommt zu dem, für Sie, traurigen Ergebnis, dass Frauen sich gerade aufgrund ihrer erkämpften und gewonnenen Freiheiten dem Mann auf subtile Art unterwerfen. Schuldig, so die Vermutung der Autorin Katie Roiphe, fühlen sich die Frauen gegenüber den Männern: „Es tut mir so wahnsinnig leid, dass ich dich entmachte – tun wir doch noch einmal so, als wär alles wie früher.“ In den neu erkämpfte Machträume macht sich auch das Gefühl der Einsamkeit breit. Das “Warum?” diskutieren die User: Der Feminismus als Trennung vom anderen Geschlecht sei ein Monolog ohne Gesprächspartner, ohne Gegenpart. Da freut es doch, das im Blog Mädchenmannschaft der Feminismus auf gut gelaunte Art und aus eben dieser Sicht betrachtet wird, ein „Feminismus der heute für manche Leute etwas ist, das früher Anarchismus hieß: eine Art herrschaftsfreier Raum. Auch Herren haben Zutritt.“

http://www.zeit.de/2012/24/Feminismus/seite-2